Virologische Überwachung für Influenza-Viren und andere Atmenviren in der Schweiz

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In der Schweiz wird die epidemiologische und virologische Überwachung des Influenzavirus durch das Sentinella-Meldesystem (1986) und das Meldesysteme für Infektionskrankheiten durchgeführt. Seit 2018 ein drittes System abzielt die Überwachung von Influenza bei stationären Patienten.
 
Von den am Sentinella-Meldesystem teilnehmenden Hausärzten (Allgemeinärzten, Internisten und Kinderärzten) sendet eine gute Hälfte Nasopharynxabstriche, die einigen ihrer Patienten mit Grippesyndrom* entnommen wurden, an das National Influenza Reference Center (CNRI).
 
*Für COVID-19: symptome einer akuten Atemwegserkrankung (z. B. Husten, Halsschmerzen, Kurzatmigkeit, Brustschmerzen) und/oder Fieber ohne andere Ätiologie und/oder plötzlicher Verlust des Geruchs- und/oder Geschmackssinns und/oder akute Verwirrtheit oder Verschlechterung des Allgemeinzustandes bei älteren Menschen ohne andere Ätiologie. Für ILI:  Ein in der Regel plötzlich auftretendes hohes Fieber (>38°C) UND  Husten oder Halsschmerzen. Zu melden sind auch Konsultationen aufgrund von Folgekrankheiten (Pneumonien, Bronchitiden, Otitiden etc.), bei denen eine nicht bereits gemeldete Influenza als Ausgangserkrankung vorlag. (Banale Erkältungen und infektiöse Herdbefunde (Anginen) sollen dagegen nicht gemeldet werden.)
 

Dieses führt die Diagnose von SARS-CoV-2 und die Testung von Influenza A und B sowie anderer Atemwegsviren, wie Respiratory Syncytial Virus (RSV), Adenovirus, Metapneumovirus, Parainfluenza 1-4 , Rhinoviren und bestimmte Enteroviren der Atemwege, NL63 / HKU1 / 229E / OC43-Coronaviren und schließlich Bocavirus.

 
Für diejenigen, die auf Influenza A und/oder B positiv sind, wird eine sorgfältige Charakterisierung des vorhandenen Influenzavirus durchgeführt (Subtypisierung, Nähe des Antigens zu den Impfstämmen, Genotypisierung und Identifizierung möglicher Mutationen im Zusammenhang mit antiviraler Resistenz).
 
Auf dieser Seite finden Sie einen Bericht über die Anzahl der Proben, die vom CNRI getestet wurden, sowie die Ergebnisse bezüglich Charakterisierung von Influenza A und B Viren.
 
Wir laden Sie ein, die Website des Bundesamtes für Gesundheit zu konsultieren, wenn Sie einen aktuellen Bericht über die Epidemiologie von grippeähnlichen Erkrankungen in der Schweiz wünschen.
 
 

Bericht über die virologische Aktivität von Influenza, SARS-CoV-2 und andere Atmenviren (CNRI-Daten)

Woche 19/2022 
 s19

In Woche 19/2022 wurden 46 Proben, die bei Patienten mit Verdacht auf eine grippeähnliche Erkrankung oder COVID-19 entnommen worden waren, vom CNRI analysiert. Die Influenza-Aktivität nimmt stark ab. 2 Influenza A wurden nachgewiesen (4,4%), davon 1 A(H3N2). 20 Fälle von SARS-CoV2 wurden nachgewiesen, was mehr als 43% der analysierten Proben der Woche entspricht, eine Zahl, die im Vergleich zur Vorwoche gestiegen ist.  

 Grafik  : Atmenviren Woche 40/2021 zum Woche 19/2022
s19 

 

Hinweis:
Ein verminderter Schutz der Influenza-Impfstoffe gegen Influenza A (H3N2)-Viren wurde in mehreren aufeinander folgenden Jahreszeiten nachgewiesen. Dies kann durch die folgenden Hypothesen erklärt werden:
Influenza A(H3N2)-Viren sind variabler als Influenza A(H1N1)pdm09 und B-Viren. Allerdings kann jede Modifikation/Mutation in einem Virus potenziell zu Unterschieden zwischen Impfstämmen und Influenzaviren führen, die während der Saison zirkulieren. Dies sind Antigen-Modifikationen, und diese sind aus noch unbekannten Gründen bei Influenza A(H3N2)-Viren häufiger als bei den anderen beiden Stämmen. Zwischen dem Zeitpunkt, zu dem der Influenza Impfstoff empfohlen wird und der Impfstoff verabreicht wird (mehr als 6 Monate), haben A(H3N2) Viren eine höhere Wahrscheinlichkeit als A(H1N1)- oder B-Viren, Mutationen zu akkumulieren, die einen Einfluss auf die Wirksamkeit des Impfstoffs haben können.
Die Hauptproduktionsweise der Impfstämme bleibt auch heute noch ihre Vermehrung in Hühnereiern. Obwohl alle Influenzaviren durch diese Produktionsweise induzierte Mutationen erfahren, neigen die Veränderungen bei Influenza A(H3N2)-Viren stärker dazu, zu einer Antigen-Modifikation zu führen, als dies bei anderen Influenzaviren der Fall ist. Es gibt zwar alternative Produktionsweisen, die jedoch noch nicht weit verbreitet sind.
 
 
Kontakt:
Für weitere Informationen zur virologischen Aktivität von humanen Influenzaviren in der Schweiz sowie auf die verschiedenen Tests und Methoden, um sie zu charakterisieren kontaktieren Sie bitte: Ana Rita Gonçalves, 022 372 40 81 oder agnv@hcuge.ch
 
 
 
Nützliche Links (accessed 10.03.2022):
 
Weiterführende Informationen zur Influenza-Impfung in der Schweiz sind auf der Website www.sevaccinercontrelagrippe.ch  verfügbar.
Das Sentinella-Meldesystem : http://www.sentinella.ch/fr/news
Flu News Europe : https://flunewseurope.org/
Centers for Disease Control and Prevention: https://www.cdc.gov/flu/weekly/

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Dernière mise à jour : 16/05/2022