Ihre rechte

Offene Kommunikationspolitik

Das Sie behandelnde Personal muss Ihnen offene Angaben über folgende Punkte machen:

  • Ihren Gesundheitszustand
  • die möglichen Behandlungen, Untersuchungen und Eingriffe, die erwarteten Ergebnisse und die damit verbundenen Risiken
  • die Kostenrückerstattungsgarantie für Ihre Behandlung durch die obligatorische Krankenpflegeversicherung.

Sie können darüber hinaus eine medizinische Zweitmeinung durch einen externen Arzt einholen. Zögern Sie nicht, alle Ihre Fragen zu stellen, um vollständig aufgeklärt zu entscheiden. Auf Wunsch können Sie sich von einem Angehörigen begleiten lassen und ein schriftliches Protokoll der Erklärungen anfertigen. Auf Anfrage kann Ihnen eine schriftliche Zusammenfassung der Erklärungen ausgehändigt werden. Für alle Fragen bezüglich der gesetzlich vorgeschriebenen Schutz- bzw. Hilfsmassnahmen wenden Sie sich bitte an die Sozialberaterin Ihrer Abteilung.

Achtung Ihrer Entscheidung

Ausser im Notfall erfolgt keine Behandlung oder Untersuchung ohne Ihre freie und informierte Einwilligung. Sie haben genügend Zeit zum Überlegen, bevor Sie Ihren Entscheid treffen, und können diesen widerrufen.

Damit Ihr Wille auch bei Verlust der Urteilsfähigkeit bzw. bei Koma respektiert wird, können Sie eine Patientenverfügung aufsetzen (siehe gegenüber). In diesem Dokument legen Sie die Behandlungen fest, die Sie in einer bestimmten Situation wünschen oder ablehnen. Sie können auch einen Vertreter bestimmen, der Sie betreffende Entscheidungen trifft, falls Sie hierzu nicht mehr in der Lage sind. Gegebenenfalls muss der Arzt Ihre Angehörigen in gesetzlich festgelegter Reihenfolge kontaktieren, um einen Therapieplan vorzuschlagen und eine informierte Einwilligung einzuholen. Im Notfall wird er Ihnen allerdings die medizinische Behandlung zukommen lassen, die Ihr Wille und Ihre Interessen vermuten lassen.

Patientenverfügung

Hinweise zum Aufsetzen einer Patientenverfügung finden Sie auf der Website. Sie können sich ebenfalls an das Pflegepersonal Ihrer Abteilung wenden. Sie können die Patientenverfügung jederzeit ändern oder annullieren. Wir empfehlen Ihnen, sie durch Aufnahme in Ihre elektronische Krankenakte auch dem Pflegepersonal von HUG zugänglich zu machen. Bitte wenden Sie sich an Ihren behandelnden Arzt. Sie können Ihre Patientenverfügung auch im Büro MonDossierMedical.ch zusammen mit einer Kopie Ihres Identitätsausweises hinterlegen.

Fordern Sie für weitere Informationen die Broschüre Rédiger vos directives anticipées (Patientenverfügung verfassen (FR)) an.

Geheimhaltung

Alle Informationen, die Sie Ärzten und anderen Gesundheitsfachleuten anvertrauen, sind durch das Berufsgeheimnis geschützt. Ihre Pflegekräfte dürfen Dritten (einschliesslich Ihrer Angehörigen) ohne Ihr Einverständnis – vorbehaltlich der gesetzlich geregelten Ausnahmen – keine Auskünfte erteilen bzw. Einblick in Ihre Krankenakte geben.

Kontinuität Ihrer Behandlung

Um die Kontinuität Ihrer Behandlung zu gewährleisten, informiert der Spitalarzt Ihren behandelnden Arzt über Ihren Gesundheitszustand und die erfolgten Behandlungen. Dieser Informationsaustausch setzt Ihr Einverständnis voraus. Wenn Sie auf der Website MonDossierMedical.ch registriert sind, können Ihre beiden Ärzte die Ihre Behandlung betreffenden Dokumente in Ihrer Krankenakte schnell und sicher austauschen.

Ihr Zugriff auf Ihre HUG-Krankenakte

Falls Sie Ihre HUG-Krankenakte konsultieren möchten bzw. wünschen, dass ein HUG-externer Gesundheitsfachmann diese konsultieren kann, müssen Sie hierzu einen Antrag bei Ihrem Spitalarzt stellen. Dieser kann anwesend sein, wenn Sie Erklärungen zum Inhalt der Akte wünschen. Auf Anfrage erhalten Sie gegen einen Kostenbeitrag eine Kopie der Dokumente in der Krankenakte.

WISSEN SIE DAS ?
Über den vom Kanton Genf eingerichteten Dienst MonDossierMedical.ch können Sie jederzeit online auf Ihre Krankenakte zugreifen, indem Sie sich auf der Website www.mondossiermedical.ch anmelden.

Zwangsmassnahme

Eine Zwangsmassnahme ist eine zeitlich begrenzte Verfügung, die es Ihnen unmöglich macht, sich frei zu bewegen bzw. fortzubewegen. Sie kann vom Arzt nur dann angeordnet werden, wenn Ihr Verhalten eine schwere Gefährdung Ihres Lebens, Ihrer körperlichen Unversehrtheit bzw. derjenigen Dritter darstellt. Sie haben das Recht, sich der Zwangsmassnahme zu widersetzen und deren Aufhebung zu verlangen.

Beschwerde beim klinischen Ethikrat

Ihre medizinische Behandlung kann zu ethischen oder moralischen Diskussionen Anlass geben, die von den Ärzten und Krankenschwestern Ihrer Abteilung dem klinischen Ethikrat des HUG unterbreitet werden können. Sie sowie Ihre Angehörigen können diesen Rat ebenfalls anrufen.

Einverständnis zur Teilnahme an den klinischen Studien

In seiner Eigenschaft als Universitätsspital führt das HUG zahlreiche klinische Studien durch. Ziel der Studien ist es, die Wirksamkeit, die Qualität und die Sicherheit Ihrer Behandlung zu verbessern. Sie können zur Teilnahme an einer bestimmten Studie aufgefordert werden. Es steht Ihnen frei, der Teilnahme an der Studie zuzustimmen oder diese abzulehnen.

+ INFO
Sie können sich zur Wiederverwendung von Daten in Bezug auf Ihre Gesundheit und Ihre biologischen Proben zu Forschungszwecken einverstanden erklären. Diese werden zum Schutz der Vertraulichkeit verschlüsselt. Weitere Informationen finden Sie in der Broschüre Aider la recherche Consentement pour la réutilisation de données et d’échantillons liés à la santé à des fins de recherche (Die Forschung unterstützen. Die Einverständniserklärung zur Wiederverwendung von Gesundheitsdaten und Proben zu Forschungszwecken (FR)).

Medizinische Fotos und Filme

Das HUG stellt Filme und Fotos zu Schulungs-, Forschungs- und Patienteninformationszwecken her. Diese können ebenfalls für die Patientennachsorge verwendet werden. Für Film- oder Fotoaufnahmen Ihrer Person ist Ihr Einverständnis erforderlich. Sie können ablehnen bzw. Ihr Einverständnis jederzeit widerrufen. Die Bilder werden auf geschützten Dateiträgern aufbewahrt.

Krebsregister

Das HUG beteiligt sich aktiv am Kampf gegen Krebs. In diesem Zusammenhang werden die Diagnosen von Krebserkrankungen automatisch in dem gesetzlich vorgesehenen Rahmen an das Genfer Krebsregister übermittelt. Falls Sie eine Weiterleitung Ihres Befunds nicht wünschen, informieren Sie bitte Ihren Arzt entsprechend.

Patientenschutz

Die Schweizerische Stiftung SPO Patientenschutz schützt und fördert die Patienten- und Versichertenrechte im Gesundheitswesen gegenüber dem Pflegepersonal, Krankenpflegeeinrichtungen und Krankenkassen. Die Genfer Aussenstelle der SPO befindet sich im HUG (rue Gabrielle-Perret-Gentil 4, 1. Stock). Beratung: Donnerstag 9 bis 12 Uhr und 13.30 bis 16.30 Uhr 022 372 22 22 • ge@spo.ch www.spo.ch

Sprechen Sie mit dem Pflegepersonal

Bei einem Problem oder wenn Sie Zweifel haben, sollten Sie sich vorzugsweise an Ihren verantwortlichen Arzt oder an die zuständige Krankenschwester bzw. den zuständigen Pfleger wenden. Sie beantworten Ihre Fragen und treffen zusammen mit Ihnen Entscheidungen in Bezug auf Ihre Gesundheit. Mit Ihrem Einverständnis sprechen sie gerne auch mit Ihren Angehörigen. Bei grösseren Problemen können Sie um ein Gespräch mit dem Spitalchef oder der Oberschwester der Abteilung bitten. In den meisten Fällen reicht der Dialog mit den Ärzten und dem Pflegepersonal aus, um Schwierigkeiten aus dem Weg zu räumen.

espace médiationDie Mediationsstelle: Hier finden Sie immer ein offenes Ohr

Sie sind Patient oder Angehöriger und haben ein Problem bei einer Hospitalisierung oder einer ambulanten Untersuchung.

Die Mediationsstelle:

  • Die Mediationsstelle: bietet die Möglichkeit, über die Schwierigkeiten bei Ihrem Krankenhausaufenthalt zu sprechen
  • erleichtert die Kommunikation und ermöglicht, den Dialog mit der Einrichtung wieder herzustellen
  • stellt eine Verbindung her zwischen Ihren Bedenken und denen des Gesundheitspersonals durch verbesserte Informationen und gegenseitiges Verständnis
  • sensibilisiert das Gesundheitspersonal für Ihre Erfahrungen und Ihr Leben im Spital
  • bezieht Sie in die Verbesserung der Behandlungsqualität mit ein.

Die Mediationsstelle verfügt über vier Orte für Zuhören und Dialog für den Patienten oder seine Angehörigen.

Ihre pflichten >>

Dernière mise à jour : 08/08/2022