The Most Wanted

CDs Most Wanted

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Kontakt: Tonträgerabteilung Zürich



LANA DEL REY

BORN TO DIE


Bereits im letzten Sommer wurde “Video Games” zum Hit auf Youtube. Die Hauptthemen von Lana Del Rey  sind die Ängste um sozialen Abstieg oder das Selbstmitleid der jungen, urbanen Mittelschicht , welche den Glauben an die Zukunft verloren hat. Es ist diese schwelgerische, süsse Melancholie, welche die Songs trägt und die den Nerv einer enttäuschten Generation trifft. Ein bittersüsses, ungewöhnliches Popalbum.


ANI DI FRANCO

WHICH SIDE ARE YOU ON ?


Sie ist unfähig schlechte Songs zu schreiben. Ihre Alben erschienen zeitweise dreivierteljährlich und beschrieben den Weg dieser stolzen, politisch motivierten Frau. Es ist ein eher zerschlissener und rauer Folk den Ani DiFranco hier zelebriert. Mal mit jazzigen Einlagen, mal mit rockigeren Klängen untermalt sie ihre Songs, die sich wie ein Bericht zur Lage der Nation ( USA ) ausnehmen. Es geht um Feminismus, Ökologie, Rassismus, den Verlust nationaler Unschuld, oder auch den wirtschaftlichen Niedergang und die Folgen für die Arbeiter. Es ist ihr überzeugendstes und abwechslungsreichstes Album seit dem von Joe Henry produzierten „Knuckle Down“.


GOLDFRAPP

THE SINGLES


Ein Karriereumfassender Überblick über das musikalische Schaffen des Elektro-Pop Duos aus England. Neben den Songs aus ihren fünf bislang erschienenen Alben sind auf der CD zwei neue Tracks enthalten. Sounds, die mal psychedelisch daherkommen, mal an akustischen Folk erinnern. Songs, die mal versponnen wirken, mal fröhlichen Pop für die Tanzfläche bieten.


LEONARD COHEN

OLD IDEAS


Nach acht langen Jahren und ausgedehnten Tourneen ist es nun da, das neue Album des Gentleman of Pop, dem Dichter und Denker und Teilzeitmönch. Mit seinen 77 Jahren kann es sich Cohen leisten, Erwartungen zu enttäuschen oder sich Freiheiten zu nehmen, welche den Plattenbossen Schweissperlen auf die Stirn treiben. Jede Marketingabteilung würde vor Verzweiflung schreien, müsste sie ein Produkt verkaufen, das sich „ alte Ideen“ nennt. Dabei ist es gerade diese Freiheit, welche dieses Werk so unwiderstehlich macht. Da schwelgt die Geige, es zupft das Banjo, da singen Chörchen und es schwirbelt die Orgel. Cohen offeriert mit Brummbass seine Weisheiten und Einsichten nicht zum Trost. Es würde nicht wundern, würde „Old Ideas“ sein erfolgreichstes Werk.


RODRIGO Y GABRIELA AND C.U.B.A.

AREA 52


Wir kannten Rodrigo und Gabriela als virtuoses Gitarrenduo. Während Rodrigo mit schwindelerregender Geschwindigkeit Gitarrensoli zauberte, benutzte Gabriela ihre Gitarre als Schlagzeug. Es war ein ganz eigener Sound den die beiden schon von Anfang an fanden und sie begeisterten damit die ganze Welt von Zürich bis Tokyo. Nun gehen sie neue Wege. Begleitet werden sie von einem 13-köpfigen kubanischen Orchester, welches auch aus Mitgliedern der Salsa-Band „Los Van Van“ besteht. Als Gäste sind unter Anderen Anoushka Shankar und das Trio Joubran mit dabei. Kraftvolle Musik, welche müde Seelen munter machen kann.


KATHLEEN EDWARDS

VOYAGEUR


Auf „Voyageur“ bewegt sich Kathleen Edwards zwischen positiv geladenem poppigem Singer-Songwriter-Folk und von Klavier und Gitarre getragenen Balladen. Es ist ihre verletzliche, nach innen gekehrte Seite, die sie hier zeigt. Die Texte besingen das Durcheinander der Gefühle nach schmerzlicher Trennung. Im Lied „Pink Champagne“ beschreibt sie wie die Protagonistin am Tag der Hochzeit zurückblickt und sinniert, dass diese Hochzeit wohl eine dumme Idee war. „For the Record – I just wanted sing Songs“ ist der berührendste und gleichzeitig mächtigste Song der CD. Ein Tribut an jene, welche sich der Musik ergeben und sich selbst dabei verlieren.


LITTLE WILLIES

FOR THE GOOD TIMES


Die “Little Willies” klingen, als würden sich ein paar Freunde zum Musizieren treffen. Einer dieser Freunde ist Norah Jones, die sich perfekt in die Band integriert. Die Songs versprühen den Charme von Country und Folk und werden mit galantem Understatement vorgetragen. Musik für die gute Laune und einen entspannten Abend.


BLACK KEYS

EL CAMINO


Das Blues-Rock-Duo aus Ohio hat sich mit dem Produzenten Danger Mouse einen Türöffner geholt. Dem kantigen Bluesrock treu geblieben, fliessen verstärkt soulige und poppige Elemente ein. Der funkige Track „Stop Stop“ lädt sogar zum Tanzen ein und das akustisch beginnende und sich in rockige Spähren der 70er Jahre steigernde „Little Black Submarines“ kann durchaus als Hommage an Led Zeppelin gelten. Die Black Keys bleiben wild und spielfreudig, so wie sie ihre Fans seit vielen Jahren lieben.


AMY WINEHOUSE

LIONESS


Auf „Lioness“ finden sich frühe Aufnahmen der 18-jährigen Amy, welche entspannt „The Girl of Ipanema“ trällert wie auch ihre letzte Aufnahme, das Duett „Body and Soul“ mit Tony Bennett, welches sie mit der Eleganz einer reifen Jazzerin singt. Weiter finden sich verschiedene Originalaufnahmen bekannter Songs wie „Valerie“, oder das in der ursprünglichen Fassung umwerfende „Tears dry on their own“ auf der CD. „Lioness“ offenbart Amys Talent in seiner ganzen Bandbreite.


TOM WAITS

BAD AS ME


Wer hätte gedacht, dass dies bereits sein 17. Studioalbum ist und es sieben Jahre her ist, seit der Veröffentlichung seines letzten Albums? Tom Waits blieb in all der Zeit immer präsent. Seine Lieder und seine Stimme sind zeitlos und widerstehen allen Brandungen des Vergessens. Konsequent entzieht sich Tom Waits den Erwartungen und Hörgewohnheiten, bleibt experimentierfreudig und sperrig. Seine knorrige, betrunkene Stimme kann alle Gemütszustände ausdrücken. Sei dies nun Wut, Enttäuschung, Melancholie oder Liebesschmerz. Mit grosser Theatralik wandelt er das alles direkt aus dem Herzen in Musik um. Klar und auf den Punkt gebracht.